Bezahlbare Wärmeversorgung für die Zukunft sichern - Stadt Calbe auf dem Weg zur kommunalen Wärmeplanung
Pressemitteilung Nr. 13 vom 11. April 2025
Die Energiewende in Deutschland, die bis 2045 Klimaneutralität erreichen soll, stellt Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen vor Herausforderungen und führt zu Unsicherheiten bezüglich der bevorstehenden Änderungen in der Energieversorgung. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, gilt seit dem 1. Januar 2024 das Wärmeplanungsgesetz. Es verpflichtet alle Städte und Gemeinden, eine kommunale Wärmeplanung zu erstellen, um die Klimaziele zu erreichen.
"Das Ziel einer nachhaltigen und kostengünstigen Wärmeversorgung ist klar definiert. Allerdings ist bisher unklar, wie deutsche Kommunen dieses Ziel erreichen sollen. Die Kommunale Wärmeplanung liefert hierfür die notwendigen Grundlagen und Potenzialanalysen und weist konkrete Möglichkeiten zur Zielerreichung auf. Somit ist sie ein wichtiger erster Schritt. Wir freuen uns, zusammen mit der Stadt Calbe an diesem bedeutenden Projekt zu arbeiten.", sagt Philipp Kassing, Senior Energy Consultant von der Büro Happold GmbH.
Die Stadt Calbe führt seit Februar 2025 eine kommunale Wärmeplanung (KWP) durch, um die Transformation zu nachhaltiger und bezahlbarer Wärmeversorgung zu ermöglichen. Diese Planung soll innerhalb dieses Jahres abgeschlossen werden. Mit diesem wichtigen Projekt wurde das Unternehmen Büro Happold GmbH, welches bereits national und international Erfahrungen auf diesem Gebiet vorweisen kann, beauftragt.
Warum braucht man eine Kommunale Wärmeplanung?
Calbes Bürgermeister Sven Hause dazu: „Die kommunale Wärmeplanung dient als wegweisendes Instrument, um auf Grundlage der lokalen Gegebenheiten einen strategischen Weg aufzuzeigen, wie zukünftig die Wärmeversorgung auf die Nutzung von erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme umgestellt werden kann. Der strategische Wärmeplan beschreibt, wie bis 20245 verschiedene Stadtgebiete von Calbe entweder dezentral oder leitungsgebunden mit Wärme versorgt werden können. Dabei wird aufgezeigt, wie erneuerbare Energien und unvermeidbare Abwärme in die Erzeugung integriert werden können“.
Für wen wird die Kommunale Wärmeplanung erstellt?
Transparente Übersichten über die Möglichkeiten der zukünftigen Wärmeversorgung sollen hierzu erarbeitet und in einem ersten Schritt Richtung Planungssicherheit in der Wärmeversorgung den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Industriebetrieben in der Stadt Calbe bereitgestellt werden. Dadurch gewinnen sowohl die Bürgerinnen und Bürger als auch die Unternehmen und Energieversorger einen Einblick in mögliche zukünftige Versorgungsstrukturen.
„Die Entwicklung der kommunalen Wärmeplanung soll in fünf Arbeitsschritten bearbeitet und bis Ende des Jahres abgeschlossen werden. Im ersten Schritt werden wir eine umfassende Analyse der aktuellen Wärmebedarfe und Wärmeversorgung durchführen, um eine fundierte Grundlage für die strategische Wärmeplanung zu schaffen. Darauf aufbauend werden die Möglichkeiten zur Reduzierung des Wärmeverbrauchs in Gebäuden und der Industrie untersucht“, informiert Philipp Kassing, Senior Energy Consultant beim Büro Happold. Zusätzlich sollen die lokalen Potenziale für die Erzeugung von Wärme aus erneuerbaren Energien sowie aus Abwärme eingehender analysiert werden. Auf dieser Basis wird ein Zielszenario für eine treibhausgasneutrale Wärmeversorgung entwickelt. Mit Abschluss des Projekts, der für Ende des Jahres 2025 geplant ist, wird die Stadt den Kommunalen Wärmeplan veröffentlichen.
Wann kann ich mich über das Vorgehen informieren?
Um den Bürgerinnen und Bürgern umfassende Informationen bereitzustellen und offene Fragen zu klären, plant die Stadt Calbe in Zusammenarbeit mit dem Unternehmen Büro Happold eine öffentliche Veranstaltung im September 2025. Nähere Informationen sowie die offizielle Einladung werden bekannt gegeben.
Nationale Klimaschutzinitiative
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten.
Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab:
Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.
Website der Nationalen Klimaschutzinitiative: www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie