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Bezeichnung:
Festsetzung der Erbschaftsteuer
Beschreibung:

Leistungsbeschreibung

Die Erbschaft- bzw. Schenkungsteuer besteuert den Übergang von Vermögen auf eine andere Person im Zusammenhang mit einem Erbfall oder im Wege einer Schenkung. Der Vermögensanfall, der infolge Todes eintritt, unterliegt der Erbschaftsteuer, die Vermögensübertragung, die auf einer Schenkung unter Lebenden beruht, der Schenkungsteuer.

Dabei sind beide Steuerarten im Wesentlichen identisch und ergänzen sich gegenseitig. So soll die Schenkungsteuer verhindern, dass die Erbschaftsteuer durch eine Schenkung zu Lebzeiten umgangen wird.

Angesichts persönlicher Freibeträge und sachlicher Steuerbefreiungen fällt oft keine oder nur geringe Erbschaft- oder Schenkungsteuer an.

Teaser

Haben Sie von jemandem Vermögenswerte im Zusammnehang mit einem Erbfall oder als Schenkung unter Lebenden erhalten, unterliegt der Erwerb der Erbschafts- beziehungsweise Schenkungssteuer. Informieren Sie sich hier über die Steuerform.

Verfahrensablauf

Sie müssen jeden Erwerb von Todes wegen und jede Schenkung unter Lebenden  innerhalb von 3 Monaten, nachdem Sie von dem Vermögensanfall erfahren haben, dem Finanzamt, das für die Verwaltung der Erbschaft- und Schenkungsteuer örtlich zuständig ist, schriftlich anzeigen. Eine Anzeige erübrigt sich, wenn der Erwerb auf einem von einem deutschen Gericht oder einem deutschen Notar eröffneten Testament oder einer notariell beurkundeten Schenkung beruht.

Die Anzeigepflicht bleibt jedoch auch in diesen Fällen bestehen, wenn zum Erwerb folgende Vermögensgegenstände gehören:

  • Grundbesitz
  • Betriebsvermögen
  • Anteile an einer Kapitalgesellschaft, für die keine Anzeigepflicht durch einen Vermögensverwahrer oder Vermögensverwalter bestehen oder
  • Auslandsvermögen. 

Wenn der Erwerb nicht anzeigepflichtig ist, aber eine Steuer entstehen könnte, wird das Finanzamt sich bei Ihnen melden. In Erbfällen geschieht das aus Gründen der Rücksichtnahme in der Regel frühestens 5 bis 6 Monate nach dem Erbfall. Eine Aufforderung zur Abgabe einer Erbschaftsteuererklärung kann aber auch noch nach mehreren Jahren ergehen. Das Finanzamt kann von jedem Beteiligten, unabhängig davon, ob sein Erwerb steuerpflichtig ist, die Abgabe einer Erklärung nach amtlich bestimmten Muster innerhalb einer vorgegebenen, in der Regel einmonatigen Frist verlangen.

An wen muss ich mich wenden?

Grundsätzlich ist für die Festsetzung und Erhebung der Erbschaftsteuer und Schenkungsteuer das Finanzamt örtlich zuständig, in dessen Bezirk der Erblasser oder der Schenker im Zeitpunkt des Todesfalls bzw. der Ausführung der Schenkung seinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hatte.

In Sachsen-Anhalt ist das Finanzamt Staßfurt zentral zuständig.

Voraussetzungen

Die Erbschaftsteuer besteuert den Erwerb von Todes wegen, die Schenkungsteuer den Erwerb durch Schenkung unter Lebenden. Die Schenkungsteuer ist eine Ergänzung zur Erbschaftsteuer und dient der Gleichstellung von lebzeitigen Schenkungen mit Erbfällen. Beide Steuerarten unterliegen im Wesentlichen denselben Regeln.

Der Besteuerung unterliegt nur das, was ein Erbe oder Beschenkter tatsächlich erhalten hat. Dabei wird die verwandtschaftliche Beziehung eines jeden Erwerbers zum Erblasser oder Schenker berücksichtigt, von der die Steuerklasse, der Steuertarif und die Höhe des persönlichen Freibetrags abhängen. Dadurch wird eine auf den Erwerber individuell abgestellte Belastung ermöglicht.

Der Erbschaftsteuer unterliegt unter Anderen. :

  • der Erwerb durch Erbanfall aufgrund gesetzlicher, testamentarischer oder erbvertraglicher Erbfolge
  • der Erwerb durch Vermächtnis
  • der Erwerb durch Schenkung auf den Todesfall und jeder Vermögensvorteil aufgrund eines vom Erblasser geschlossenen Vertrages (zum Beispiel Lebensversicherungen, Abfindungen)
  • der Erwerb aufgrund eines geltend gemachten Pflichtteilsanspruchs oder was als Abfindung für einen Verzicht hierauf gewährt wird. 

Der Schenkungsteuer unterliegen unter Anderen:

  • freigebige Zuwendungen
  • die Bereicherung eines Ehegatten oder eines eingetragenen Lebenspartners bei Vereinbarung der ehelichen Gütergemeinschaft
  • was als Abfindung für einen Erbverzicht gewährt wird
  • was ein Vorerbe dem Nacherben mit Rücksicht auf die angeordnete Nacherbschaft vor ihrem Eintritt herausgibt
  • der Erwerb aufgrund einer vom Schenker angeordneten Auflage.

Welche Unterlagen werden benötigt?

Ihre Anzeige des der Erbschaftsteuer unterliegenden Erwerbs beziehungsweise der Schenkung sollte folgende Angaben enthalten:

  • Vorname und Familienname, Beruf, Wohnung des Erblassers oder Schenkers und des Erwerbers
  • Todestag und Sterbeort des Erblassers oder Zeitpunkt der Ausführung der Schenkung
  • Gegenstand und Wert des Erwerbs
  • Rechtsgrund des Erwerbs wie gesetzliche Erbfolge, Vermächtnis, Ausstattung
  • persönliches Verhältnis des Erwerbers zum Erblasser oder zum Schenker wie Verwandtschaft, Schwägerschaft oder Dienstverhältnis
  • frühere Zuwendungen des Erblassers oder Schenkers an den Erwerber nach Art, Wert und Zeitpunkt der einzelnen Zuwendungen. 

Welche Gebühren fallen an?

keine

Ausnahme: Nur wenn Sie beim Finanzamt einen Antrag auf  verbindliche Auskunft stellen, ist die Erteilung der Auskunft gebührenpflichtig.

Welche Fristen muss ich beachten?

Jeder Erwerb ist von Ihnen  – bei Schenkungen auch vom Schenker – innerhalb von 3 Monaten, nachdem Sie  vom Vermögensanfall erfahren haben, dem für Erbschaft- und Schenkungsteuer örtlich zuständigen Finanzamt anzuzeigen.

Bearbeitungsdauer

Zur Bearbeitungsdauer nach Eingang der Erbschaft- bzw. Schenkungsteuererklärungen können keine allgemein gültigen Aussagen getroffen werden, da die Wertfeststellung für die Erbschaft- und Schenkungsteuer insbesondere bei Übertragung von Grundbesitz oder Unternehmensvermögen in einem gesonderten Feststellungsverfahren erfolgt. Die hierzu vom Erbschaftsteuerfinanzamt beim zuständigen Lage- bzw. Betriebsfinanzamt (auch anderer Bundesländer) angeforderten Werte liegen teilweise erst nach mehreren Wochen oder Monaten vor. Ist in Ihrem Fall die Durchführung eines Feststellungsverfahrens erforderlich, werden Sie vom zuständigen Feststellungsfinanzamt eine Aufforderung zur Abgabe einer Feststellungserklärung erhalten.

Anträge / Formulare

Die Erbschaftsteuer- beziehungsweise Schenkungsteuererklärungsvordrucke, mit denen Sie auch die Gewährung von Steuerbefreiungen beantragen können, erhalten Sie zusammen mit den Anleitungen beim zuständigen Finanzamt. Sie können sich die Vordrucke auch im Internet unter https://www.mf.sachsen-anhalt.de > Steuern > Steuervordrucke > Vordrucke, Merkblätter und Informationen – Erbschaftsteuer/Schenkungsteuer herunterladen.  

Was sollte ich noch wissen?

Nicht alles, was der Erbe oder Beschenkte erhält, ist steuerpflichtig. Steuerfrei bleiben nach § 13 ErbStG beispielsweise:

  • bei Personen der Steuerklasse I Hausrat einschl. Wäsche und Kleidungsstücke bis zu 41.000 EUR und andere bewegliche körperliche Gegenstände bis zu einem Wert von 12.000 EUR,
  • bei  Personen der Steuerklasse II und III Hausrat einschl. Wäsche und Kleidungsstücke und andere bewegliche körperliche Gegenstände bis zu einem Wert von 12.000 EUR,  
  • bis zu 20.000 EUR für Personen, die den Erblasser unentgeltlich oder gegen unzureichendes Entgelt gepflegt oder unterhalten haben,
  • Zuwendungen unter Lebenden zum Zwecke des angemessenen Unterhalts oder zur Ausbildung,
  • übliche Gelegenheitsgeschenke,
  • Zuwendungen zu kirchlichen, mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken.

 

Wichtige Freistellungen und Verschonungsregelungen bestehen darüber hinaus für den Zugewinnausgleich unter Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern (§ 5 ErbStG), für den Erwerb von vermieteten Wohnungen (§ 13d ErbStG) und unternehmerischen Vermögen (§ 13a–13c, § 28 Abs. 3, § 28a ErbStG) sowie für die Schenkung eines sog. Familienheims zwischen Ehegatten/eingetragenen Lebenspartnern und Vererbung eines Familienheims an den Ehegatten/eingetragenen Lebenspartner bzw. an Kinder und Enkel oder Kinder verstorbener Kinder (§ 13 Abs. 1 Nr. 4a–4c ErbStG).

Die Einstufung in Steuerklassen (§ 15 ErbStG) ist abhängig vom persönlichen Verhältnis des Erwerbers zum Erblasser bzw. Schenker.

Hier ergibt sich folgende Einteilung:

Steuerklasse I

Ehegatte/eingetragener Lebenspartner

Kinder (eheliche und nicht eheliche Kinder, Adoptiv- und Stiefkinder)

Enkel und Urenkel

Eltern und Großeltern bei Erbfällen

Steuerklasse II

Eltern und Großeltern bei Schenkungen

Geschwister und Geschwisterkinder

Stiefeltern

Schwiegerkinder und Schwiegereltern

Geschiedene Ehegatten und Lebenspartner einer aufgehobenen Lebenspartnerschaft

Steuerklasse III

alle übrigen Erwerber

Jedem Erwerber steht ein persönlicher Freibetrag (§ 16 ErbStG) zu, dessen Höhe sich nach der jeweiligen Steuerklasse richtet. Er wird vom Wert des steuerpflichtigen Erwerbs abgezogen und beträgt bei unbeschränkter Steuerpflicht:

Erwerber

persönlicher Freibetrag

Ehegatte/eingetragener Lebenspartner

500.000 EUR

Kinder/Stiefkinder und Kinder verstorbener Kinder

400.000 EUR

Sonstige Enkel

200.000 EUR

übrige Erwerber in Steuerklasse I

100.000 EUR

Erwerber in Steuerklasse II

20.000 EUR

Erwerber in Steuerklasse III

20.000 EUR

 

Im Erbfall wird dem überlebenden Ehegatten/eingetragenen Lebenspartner und Kindern bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres zusätzlich noch ein besonderer Versorgungsfreibetrag gewährt (§ 17 ErbStG).  

Fachlich freigegeben durch

Ministerium der Finanzen Sachsen-Anhalt

Fachlich freigegeben am

19.08.2020
Aktuell gewählt: Calbe (Saale) (39240)

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Markt 18 39240 Calbe (Saale)

Tel. +49 39291 563 0
Fax +49 39291 56500
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Sprechzeiten Rathaus

Dienstag:
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Donnerstag:
9:00 - 12:00 und 13:00 - 16:00 Uhr

sowie jederzeit nach Vereinbarung

Sprechzeiten Einwohnermeldeamt

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Öffnungszeiten Friedhof

Sommerzeit: 01. April bis  30. September
7.00 - 20.00 Uhr

Winterzeit: 01. Oktober bis 31. März
8.00 - 18.00Uhr

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Die Friedhofsverwaltung finden Sie im Rathaus I, Zimmer 18 zu den Sprechzeiten

Fährzeiten

Sommerzeit: 1. April bis 30. September

Montag/Mittwoch:     
6.30 - 08.30 und 14.30 - 18.00 Uhr

Dienstag/Donnerstag:
6.30 - 12.30 und 14.30 - 18.00 Uhr

Freitag:
6.30 - 11.30 und 14.30 - 18.00 Uhr

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Winterzeit: 1. Oktober bis 31. März

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6.30 - 08.30 und 14.30 - 17.00 Uhr

Dienstag und Donnerstag:
6.30 - 08.30 und 10.30 - 11.30 Uhr
und 14.30 - 17.00 Uhr

Freitag:
6.30 - 08.30 und 14.30 - 17.30 Uhr

Sonnabend/Sonntag/Feiertage:
8.00 - 09.30 und 14.30 - 17.30 Uhr

Annahmezeiten Grünschnitt

Geöffnet vom 17.03. - 31.10.
Ort: Hebestelle Calbe, Am Damm 21 a

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Sowie an jedem letzten Samstag im Monat von 09.00 - 12.00 Uhr

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