Energieministerium fördert energetische Sanierung des Rathauses II in Calbe - Baustart ist erfolgt

Pressemitteilung Nr. 32 vom 19. Juni 2026

Gut gedämmte Gebäude verbrauchen weniger Energie und verursachen damit weniger Kosten. Sie leisten außerdem durch CO2-Einsparungen einen Beitrag zum Klimaschutz. Das Energieministerium Sachsen-Anhalt fördert deshalb die energetische Sanierung öffentlicher Gebäude. Energie-Staatssekretär Thomas Wünsch hat jetzt einen Förderbescheid über 899.999 Euro an die Stadt Calbe im Salzlandkreis übergeben. Dort wird bis Ende 2027 das Rathaus II energetisch modernisiert.

„Mit unserem Förderprogramm Sachsen-Anhalt ÖFFIZIENZ unterstützt das Land die Kommunen bei der energetischen Sanierung von Gebäuden und leistet damit zugleich einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der Klimaziele im Gebäudesektor“, erklärte Wünsch. „Die Stadt Calbe geht mit gutem Beispiel voran und investiert konsequent in mehr Energieeffizienz und moderne Technik. Das spart langfristig Energiekosten, reduziert den CO₂-Ausstoß und stärkt zugleich die Attraktivität der kommunalen Infrastruktur. Mit unserer Förderung unterstützen wir die Kommunen dabei, die Energiewende ganz praktisch umzusetzen.“

Neben der energetischen Sanierung werden zudem durch den Einbau eines Aufzuges, die Schaffung eines Rats- und Bürgersaals und einer grundhaften Sanierung des in die Jahre gekommenen städtischen Objektes umfassende weitere Eingriffe vorgenommen.

„Die Arbeiten im Umfang von etwa 2,659 Millionen Euro sind daher auch sehr anspruchsvoll. Sie sollen dafür sorgen, dass nach Abschluss der Bauarbeiten für die Öffentlichkeit ein sehr ansprechendes und gut zugängliches Objekt mit Erreichbarkeit der Stadtverwaltung, Polizei, TSG Calbe, Stadtrat sowie für gesellschaftliches Miteinander zur Verfügung steht“, sagte Bürgermeister Sven Hause.

Die für die Umsetzung der Baumaßnahme erforderliche Baugenehmigung und die denkmalrechtliche Genehmigung liegen vor. Neben der Förderung aus „Sachsen-Anhalt ÖFFIZIENZ“ fließen auch noch Drittmittel aus dem Bund-Länder-Programm zur Städtebauförderung „Lebendige Zentren“ in das Projekt.

Diese werden neben der Herstellung eines neuen Zugangs und Einbau des Aufzuges für Brandschutzmaßnahmen, den Austausch verschiedener Türen durch Brandschutztüren, die Schaffung von Rettungswegverbindungen (Rettungstreppe), die Erweiterung der vorhandenen Brandmeldeanlage im Gebäude und die Ergänzung von Sicherheitsbeleuchtung eingesetzt.

Das Energieministerium unterstützt die Rathaus-Modernisierung über das Landesprogramm „Sachsen-Anhalt ÖFFIZIENZ“, das mit Mitteln aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) ausgestattet ist. Die Gesamtinvestition im energetischen Bereich beläuft sich auf rund eine Millionen Euro. Bei einem Fördersatz von 90 Prozent erhält die Stadt einen Zuschuss in Höhe von 899.999 Euro. Die Umsetzung der Maßnahmen ist bis zum 31. Dezember 2027 vorgesehen. Geplant ist ein umfassendes Paket aus gebäude- und anlagentechnischen Maßnahmen. Dazu gehört die Dämmung von Decken und Innenwänden, die Erneuerung der vorhandenen Fenster, die Installation einer Fußbodenheizung sowie der Austausch der Innenbeleuchtung gegen moderne LED-Technik. Ergänzt werden die Arbeiten durch Infrarotstrahler in den Sanitärbereichen sowie eine Photovoltaikanlage, deren Strom vollständig im Gebäude genutzt werden soll. Durch die Sanierung wird eine jährliche Energieeinsparung von rund 181.000 Kilowattstunden erwartet. Dies entspricht einer Reduzierung des bisherigen Energieverbrauchs um knapp 50 Prozent.

Mit dem Förderprogramm „Sachsen-Anhalt ÖFFIZIENZ“ unterstützt das Land investive Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz in öffentlichen Nichtwohngebäuden und öffentlichen Infrastrukturen. Ziel ist es, Energie einzusparen und Treibhausgasemissionen nachhaltig zu senken. Die Nachfrage nach dem Programm ist hoch: Bislang wurden 87 Förderanträge eingereicht. Davon konnten bereits 22 Vorhaben mit einem Gesamtzuschuss von rund 12,6 Millionen Euro bewilligt werden.

Wünsch dankte der Stadt Calbe für ihr Engagement und die sorgfältige Vorbereitung des Vorhabens. „Das Rathaus II wird nach Abschluss der Arbeiten nicht nur energetisch deutlich besser aufgestellt sein, sondern auch ein sichtbares Beispiel dafür sein, wie nachhaltige Modernisierung in unseren Städten gelingen kann.“

19.06.2026